Die Compressport Ultrun S Pack Laufweste ist ein wirkliches Leichtgewicht. Trotzdem passt alles rein, was ich unterwegs brauche. Die Übersichtlichkeit macht das Packen und Erreichen unterwegs für mich einfach und so hat jeder Gegenstand seinen festen Platz.

Compressport Ultrun S Pack

Hersteller: Compressport
Modell:  Ultrun S Pack
Gewicht: 80 g
Volumen: 8 Liter
Größen: XS – XL (78 – 118 cm Brustumfang)
UVP: 160,00 €
Testdauer: 6 Wochen
Bilder: ©Compressport

Nachhaltigkeit
Zum Thema Nachhaltigkeit lässt sich sowohl zur Firma als auch zum Produkt nichts herausfinden.

Kurze Beschreibung
Der von der Trailrunning-Legende Sébastien Chaigneau entworfene und in Zusammenarbeit mit Compressport gefertigte Ultrun S Pack ist das Ergebnis von mehr als 10 Jahren Erfahrung im Ultra Trailrunning in Kombination mit der technischen Expertise von Compressport: Aus dieser Zusammenarbeit entstand dieser 100-Meilen-Rucksack, intuitiv, der leichteste der Welt, nur 80 Gramm schwer! Entwickelt für höchsten Komfort, um die höchsten Gipfel ohne Einschränkungen zu bezwingen. Die Ultrun S Pack ist in Form einer Weste konzipiert, die sich Ihrem Körper wie eine zweite Haut anpasst und bei der Bewegungsfreiheit und Atmung im Vordergrund stehen.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der Rucksack ist in einem schlichten Schwarz gehalten und besitzt einige Highlights. Der Stoff fühlt sich angenehm an. Unsaubere Nähte oder andere Fehler sind nicht aufgefallen, auch einen unangenehmen Geruch konnte Steffi nicht feststellen. Was aber sofort (positiv) auffällt, ist das geringe Gewicht der Weste.

Passform und Tragekomfort
Getestet hat Steffi den unisex Rucksack in der Größe S. Diese hat auch super gepasst. Auch die Länge am Rücken empfand unsere Testerin als angenehm. Beim Überziehen hat nichts gedrückt oder an irgendeiner Stelle eingeengt. Dafür sorgt das unglaublich dehnbare Material der Weste. Anpassen kann man die Laufweste nur geringfügig. Dafür gibt es lediglich seitlich je ein Zugband, welches man enger ziehen kann. 

Taschenkonzept und Details
An der Laufweste finden sich zwar nicht viele Taschen, aber dafür funktionale. So gibt es am Rücken ein Hauptfach für die jeweilige Pflichtausrüstung, das mit einem kleinen Klett verschlossen wird. Befüllen kann man das Hauptfach nur von oben. Direkt darunter befindet sich eine Kängurutasche, gedacht für Sachen, die man schnell erreichen möchte. Eine Kängurutasche ist übrigens eine schlauchartige Tasche, welche sowohl nach links als auch nach rechts offen ist. Vorne gibt es zwei Taschen für die mitgelieferten Softflask (500 ml) und zwei weitere größere Taschen, welche Platz für Riegel, Gels, Handy und weitere kleine Gimmicks bieten. Diese größeren Taschen werden ebenfalls mit einem kleinen Klettpunkt verschlossen. Die Taschen verlaufen auch vor die Softflasktaschen, da passt dann aber bei vollen Flaschen nichts Dickes davor. Hier lieber die Sachen neben die Flaschen stecken. 😉
Auf Höhe des Schlüsselbeins ist jeweils noch eine kleine offene Tasche angebracht. Unsere Testerin konnte hier z. B. Salztabletten oder einen kleinen Isopulverbeutel verstauen. Für ein Gel oder größere Gegenstände ist das Fach zu klein.
Für die Stockliebhaber gibt es natürlich auch eine Halterung am Rücken. Zum Transport werden die Stöcke am unteren Ende einfach links und rechts in Schlaufen gesteckt. Wer den Compressport-Belt kennt, wird das System schnell wiedererkennen.

Auf dem Trampelpfad 
Die Laufweste lässt sich für Steffi gut an ihren Körper anpassen. Der Reißverschluss an der Front lässt sich gut zuziehen. Ist die Weste voll gefüllt (also mit der gesamten Pflichtausrüstung), muss Steffi dennoch ein wenig “fummeln”, bis dieser endlich zu ist. Als Tipp: der Verschluss des Reißverschlusses muss nach unten zeigen, damit dieser sich nicht wieder von selbst öffnet. Beim Laufen verhält sich die Laufweste absolut ruhig. Steffi konnte kein Wackeln und Ruckeln feststellen. An den Inhalt der Taschen kommt man, bis auf das Hauptfach, gut heran. Auch die Stöcke lassen sich mit ein paar Übungen in die vorgesehenen Schlaufen stecken. Die mitgelieferten Softflasks lassen sich gut in die jeweiligen Taschen einfüllen. Auch das Befüllen der Flaschen mit den großen Öffnungen ist simpel. Die Saugvorrichtung an den Flaschen kann zum Reinigen auseinander gebaut werden. Eigentlich wirklich gut, aber Steffi hatte dadurch zweimal Probleme beim Laufen, denn der weiße Stab in der Saugvorrichtung hat sich selbstständig gelöst und den Inhalt der Flaschen so auf unsere Läuferin verteilt. Hier also immer auf darauf achten, dass nach dem Reinigen alles wieder korrekt zusammengebaut ist. Zweiter, eher kleiner Kritikpunkt ist die Entfernung vom Mund zum Trinksystem. Der Kopf muss dadurch ziemlich tief gehalten werden. Der Blick auf den Trail geht dadurch kurz verloren. Die Atmungsaktivität des Laufrucksacks würde Steffi als normal beschreiben. Unter dem Rucksack schwitzt man schon, aber es fühlt sich nicht nass an. Eine Empfehlung zum zweifelsfrei trockenen Transport von Sachen ist der Einsatz von einem Drysack.

Steffis Fazit
Die Compressport Ultrun S Pack Laufweste ist ein wirkliches Leichtgewicht. Trotzdem passt alles rein, was ich unterwegs brauche. Die Übersichtlichkeit macht das Packen und Erreichen unterwegs für mich einfach und so hat jeder Gegenstand seinen festen Platz.

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.