Wir trugen den Dynafit ULTRA 100 auf mehreren längeren (4 – 5 h) ruhigen und schnellen kurzen Läufen. Ganz klar, der Dynafit ULTRA 100 fühlt sich auf der Ultradistanz zu Hause. Auch nach Stunden drückt und reibt nichts und die Dämpfung ermüdet auch nicht. Lastwechsel im schnellen Downhill kann er zwar und der Fuß wird sicher gehalten, aber dafür gibt es andere Schuhe, die das besser können.

Dynafit Ultra 100

Hersteller: Dynafit
Modell: Ultra 100
Sprengung: 6 mm
Gewicht: 330 g 
Damengröße:EU 35 – 43
Herrengröße: EU 39 – 48,5
UVP: 150,- €
Testdauer:  250 km
Bilder: ©Dynafit

Nachhaltigkeit
Dynafit ist Mitglied in der Fair Wear Foundation, das steht für faire Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie. bluesign® system Partner für Ressourcenproduktivität, Immissionsschutz, Arbeitssicherheit, Gewässerschutz und Verbraucherschutz, zudem Mitglied der European Outdoor Conservation Association (EOCA) Diese verfolgt dabei folgenden Grundsatz: „Wertvolle Naturschutzprojekte durch Einwerben von Geldmitteln durch den Europäischen Outdoor Sektor zu unterstützen und die Pflege und Respekt für wilde Gebiete zu fördern.“  Weitere Infos: https://www.dynafit.com/de-de/csr

Kurze Beschreibung
Der Dynafit ULTRA 100 ist für ganz lange Läufe in den Bergen ausgelegt. Neben einer großen Bandbreite an Größen gibt es ihn auch in vielen Farben.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Zwei Dinge fallen uns bei dem Dynafit Ultra 100 direkt beim Auspacken auf – das Mesh über den Schnürsenkeln und die vielen kleinen Profilstollen. Setzt Dynafit bei dem Ultra Pro noch auf eine Vibram Sohle, kommt jetzt eine POMOCA zum Einsatz.  Ansonsten macht er einen sehr guten Eindruck

Passform und Schnürung 
Es ist wieder mal ein Schuh aus der Kategorie “reinschlüpfen und wohlfühlen”. Die Passform ist normal. Er passte Holger in seiner normalen Größe wie angegossen. Die klassische Schnürung ist durch Mesh-Stoff geschützt und dient gleichzeitig zum Verstauen der Senkel  Diese halten im übrigen auch ohne Doppelknoten von Anfang bis Ende.

Laufeigenschaften
Direkt beim Loslaufen merkt man schon die sehr ausgeprägte und weiche Dämpfung. Diese erinnerte Holger direkt an den HOKA Speedgoat 4. Ansonsten unterscheiden sich diese beiden Schuhe aber komplett. Zurück zum Dynafit ULTRA 100, mit dem es aus dem Karton heraus direkt auf eine 4-Stunden-Tour ging, und um es vorweg zu nehmen, es war super. Der Schuh rollt gut ab.

Dämpfung und Protektion
Wie oben schon geschrieben, ist die Dämpfung sehr ausgeprägt, lässt aber noch ein notwendiges Maß an Rückmeldung vom Untergrund zu. Der Fuß wird ringsum sehr gut geschützt, was sich gerade im steinigen Gelände bezahlt macht. Hier bestätigt sich, dass der Dynafit ULTRA 100 fürs alpine Gelände konzipiert wurde.

Grip und Stabilität
Trotz der maximalen Dämpfung wird der Fuß sehr gut im Schuh gehalten und man hat auch nicht das Gefühl zu “schwimmen”. Den Grip des Dynafit ULTRA 100 würden wir mit gut angeben. Die eng zusammenstehenden Profilstollen setzen sich bei Matsch schnell zu, greifen auch nicht tief ins Gelände ein. Hier würden wir uns weniger und aggressive Stollen wünschen. Der Grip auf nassem Gestein könnte etwas besser sein. Nach den rund 250 km und einigen Asphalt-Passagen machen sich an den Profilstollen erste Abnutzungen bemerkbar. Im Vergleich zu anderen Schuhen liegt dies aber im Normalbereich. 

Auf dem Trampelpfad
Wir trugen den Dynafit ULTRA 100 auf mehreren längeren (4 – 5 h) ruhigen und schnellen kurzen Läufen. Ganz klar, der Dynafit ULTRA 100 fühlt sich auf der Ultradistanz zu Hause. Auch nach Stunden drückt und reibt nichts und die Dämpfung ermüdet auch nicht. Lastwechsel im schnellen Downhill kann er zwar und der Fuß wird sicher gehalten, aber dafür gibt es andere Schuhe, die das besser können.

Fazit von Holger

Für mich ist der Dynafit ULTRA 100 genau der richtige Schuh für einen ganz langen Ultratrail in den Bergen, vorausgesetzt, es wird nicht zu schlammig.

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.