Der Ferrino Dry-Run 12 ist ein unscheinbarer, aber für den Preis sehr funktionaler Rucksack. Er bietet ein breites Einsatzspektrum – dieses und das große wasserdichte Hauptfach sind die größten Pluspunkte. Damit hebt er sich von vielen Konkurrenten am Markt ab.

Ferrino Dry-Run 12

Hersteller: Ferrino
Modell:  Dry-Run 12
Gewicht: 509 g
Volumen: 12l
Größen: unisex Einheitsgröße
UVP: 139,90 €
Testdauer: 4 Wochen / über 25 h
Bilder: ©Ferrino

Nachhaltigkeit
Keine Angaben zum Produkt selbst. Die Firma Ferrino gibt jedoch an, bluesign Grundsätze zu beachten und die entsprechend einhergehende Standards einzuhalten.

Kurze Beschreibung
Der Ferrino Dry-Run 12 ist der ideale Trail Running oder Ultra Trail Rucksack für den mehrtägigen Einsatz bei jedem Wetter und 100 % wasserdicht (10.000 mm Wassersäule, auch an den Nähten).  Kompakt und vielseitig einsetzbar, gehört der Dry Hike zur Linie der Ferrino OutDry® Rucksäcke und wird mit der OutDry®-Technologie verarbeitet. Eine auf der Innenseite angebrachte Membrane, die sich dem Gewebe anpasst, und die Nähte und alle anderen Stellen, an denen Wasser eindringen könnte, sind perfekt abdichtet.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Der in einer Plastiktüte verpackte Rucksack riecht nicht auffällig. Jedoch war einer der seitlichen Riemen an der Flanke verdreht eingefädelt. So musste unser Tester erst einmal “herumbasteln” und den Riemen wieder richtig drehen, wollte er nicht mit einem verdrehten Band herumlaufen. Ansonsten wirkt die Verarbeitung des Rucksacks in Ordnung, wenngleich anfangs etwas einfach und unspektakulär. Es sind aber keine weiteren Defekte oder falsche Nähte zu finden.

Passform und Tragekomfort
Dank der vielen Verstellmöglichkeiten lässt sich der Dry-Run sehr schnell an jede Körpergröße anpassen. Fangen wir von oben nach unten mit den zahlreichen Möglichkeiten an: Die breiten Schulterriemen lassen sich per Klettsystem in der Länge verstellen. Weiter lassen sich an den Flanken die beiden Riemen in der Länge verändern. Die beiden Brustgurte lassen sich auch in der Länge sowie in der Position verändern. Nicht zu vergessen der Bauchgurt, der ebenfalls verstellbar ist. Einmal angepasst sitzt der Ferrino dank der weichen und breiten Schultergurte und des Bauchgurtes sehr bequem. Es schneidet nichts ein oder drückt.

Taschenkonzept und Details
Es gibt ein großes Hauptfach auf dem Rücken, das dank OutDry Membran wasserdicht ist. Verschlossen wird das Hauptfach mittels Einrollen. Darüber kommt noch ein Riemen zum Einhängen, der die Verschlüsse dann fixiert. Außen am Hauptfach ist eine große Netztasche angebracht. Hier passen leicht eine Regenjacke und das Erste-Hilfe-Set hinein. Oberhalb der Netztasche sind zwei Stockhalter angebracht. Zusätzlich kann man an den Seiten noch Riemen zusammenzurren, insofern der Rucksack nicht so voll gepackt ist.
Seitlich am Hüftgurt befindet sich jeweils eine Tasche, welche mit Reißverschluss verschließbar ist. Hier passt gut ein Smartphone mit ca. 6 Zoll Größe rein.
In die Taschen an der Brust passen je Seite eine Softflask mit bis zu 700 ml. Diese kann man zusätzlich mit einem Gummiband fixieren. Außen auf der rechten Brusttasche ist eine kleine Netztasche, hier passen gut noch zwei Gels oder Riegel hinein.
Auf der linken Seite an der Brust ist die abnehmbare Pfeife angebracht.
Beidseits befinden sich noch verstellbare Gummizüge, welche ebenfalls als Stockhalterung fungieren.
Zwischen Hauptfach und Rückenteil gibt es ein Fach für eine Trinkblase. Hier passt gut eine 2-l-Blase hinein, welche am oberen Ende fixierbar ist. Die Trinkschläuche sind links wie rechts innenliegend in den Schulterriemen verlegbar.

Auf dem Trampelpfad 
Der Dry-Run verfügt ringsherum über verschiedene reflektierende Schriftzüge oder Logos. Alle Applikationen sind auch nach vielen Läufen und einem Waschvorgang noch vorhanden. Der größte Pluspunkt des Rucksacks ist sein wasserdichtes Hauptfach. Und es war in Tat auch wirklich dicht. Auch nach Stunden im Regen (längster Einsatz bei Regen war über 4 h) oder bei schweißtreibenden Aktivitäten waren die darin verpackten Sachen zu jeder Zeit trocken. Der Rest des Rucksacks ist unspektakulär, aber funktioniert zuverlässig. Das Hauptfach und die Netztasche sind zwar nicht beim Laufen erreichbar, aber das störte nicht weiter. Die beiden Stockhalterungen erfüllen ihren Zweck. Hatte man ihn einmal reichlich vollgeschwitzt, reichte ein kurzes Auswaschen unter fließendem Wasser. Gewackelt oder gestört hat beim Laufen nichts. Beschädigungen sind trotz einigen Kontakten mit Geäst oder Steinen nicht vorhanden. Die Außenhaut ist daher gut robust.

Fazit von Sebastian

Der Ferrino Dry-Run 12 ist ein unscheinbarer, aber für den Preis sehr funktionaler Rucksack. Er bietet ein breites Einsatzspektrum – dieses und das große wasserdichte Hauptfach sind die größten Pluspunkte. Damit hebt er sich von vielen Konkurrenten am Markt ab.

Weitere Berichte:

Frau? Mann?

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