Der Montane Trailblazer 30 ist ein Rucksack für bewegungsintensive Langstreckentouren, auf denen ein geringes Gewicht, hohe Stabilität und einfacher Zugriff auf die Ausrüstung essentiell sind. Er versucht, den Spagat zwischen klassischem Wanderrucksack und Laufweste zu schließen.

Montane Trailblazer 30

Hersteller: Montane 

Modell:  Trailblazer 30
Gewicht: 840 g
Volumen: 30 L
Größen: Unisex
UVP: 109,95 €
Testdauer: 2 x Fastpacking Tour
Bilder: ©Montane

Nachhaltigkeit
Keine speziellen Angaben zum Produkt. Montane selbst hat ein umfangreiches Nachhaltigkeitsprogramm. Man setzt auf eine lange Lebensdauer und auf  ein Reparatur-Service (leider nur in UK). Daneben ist man Mitglied der Fair Wear Foundation und der European Outdoor Conservation Association EOCA, also einem Zusammenschluss von Unternehmen, die mit Geldmitteln Naturschutzprojekte fördern. Weitere Infos: https://de.montane.com/pages/further-forever

Kurze Beschreibung
Der Montane Trailblazer 30 ist ein Rucksack für bewegungsintensive Langstreckentouren, auf denen ein geringes Gewicht, hohe Stabilität und einfacher Zugriff auf die Ausrüstung essentiell sind. Er versucht, den Spagat zwischen klassischem Wanderrucksack und Laufweste zu schließen.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Im ersten Moment sieht er schwerer und “steifer” aus als er ist, zudem wird uns direkt klar, man muss sich mit dem Montane Trailblazer 30 ausführlich beschäftigen, um seine vielen versteckten Details zu ergründen. Der Boden ist aus einem verstärktem dichten Material, das Wasser abhält, wenn man den Rucksack mal auf den nassen Boden stellt.
Alles wirkt gut und solide verarbeitet und hochwertig. Es gibt ihn in drei Farben.

Passform und Tragekomfort
Vorweg, es gibt den Montane Trailblazer 30 nur in einer Größe, aber das ist egal, denn man kann ihn auf alle Körpergrößen anpassen.
Fangen wir am besten mit den “Grundeinstellungen an. Dazu muss man am Rücken den breiten Klettverschluss lösen und kann die Rückenlänge stufenlos einstellen. Danach kann man mit  verstellbaren Schulterriemen und Hüftgurt den perfekten Sitz für sich finden. 

Sicherlich muss man die Passform während des Laufens nochmal nachjustieren, was natürlich bis auf die Rückenlänge auch problemlos während der Aktivität geht.
Wie eingangs schon erwähnt, ist der Montane Trailblazer 30 ein Zwischending  zwischen Laufweste und klassischem Wanderrucksack und bietet damit den Tragekomfort einer Laufweste, gepaart mit der nötigen Steifigkeit bei voller Beladung. Das Belüftungskonzept ist gut und man kommt zwar ins Schwitzen, aber sicherlich weniger als bei anderen großen Rucksäcken, zudem nimmt das Material kaum Schweiß auf und trocknet sehr schnell. 

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Taschenkonzept und Details
An Taschen und Details mangelt es nicht und wirklich an jede Option wurde gedacht. Neben diversen kleineren Befestigungsmöglichkeiten, z. B. auch für Stöcke, gibt es ein gutes Taschenkonzept, sodass man während einer Tour keine Zeit mit Kramen verliert und immer alles griffbereit hat. 

Hauptfach
Es gibt ein großes Hauptfach, das nur von oben zu erreichen ist und in dem zusätzlich ein Trinkblasenfach ist (Trinkblase nicht inkl.). Verschlossen wird das ganze mit einem Kordelzug. Die Öffnung ist so groß, dass man problemlos ein- und auspacken kann. Das Fach ist soweit dicht, dass leichter Regen und vor allem kein Schweiß eindringen können. 

Netzfächer
Auf dem Rücken gibt es ein großes und sehr dehnbares Netzfach, in dem man z. B. Shirt und Jacke packen kann. Wir hatten da immer zwei 500-ml-Flasks drin. Daneben gibt es links und rechts eine weitere Netztasche, die mit einem Reißverschluss versehen ist – genug Platz für eine 500-ml-Flask und Verpflegung.

Schulterriemen Taschen
Auf beiden Schulterriemen gibt es eine verschließbare Tasche, die soweit dicht ist, dass kaum Schweiß vom Körper dort eindringt. Diese Taschen sind groß genug für moderne Smartphones

Deckelfächer
Auf dem Deckel gibt es ein weiteres Netzfach mit Reißverschluss und im Deckelfach ist ein Fach mit einem Schlüsselhaken.

Auf dem Trampelpfad 
Wir waren mit dem Montane Trailblazer 30 auf langen Fastpacking-Touren Unterwegs und genau hierfür ist der Trailblazer gemacht.
So hatten wir bei den Touren zwischen 6 und 8 kg Gepäck geladen. Man kann den Montane Trailblazer 30 nach dem Packen mit den Riemen an der Seite und am Deckelfachverschluss, soweit komprimieren, dass auch bei weniger Inhalt nichts wackelt.
Nach dem Anziehen muss man sich kurz mit dem neuen Verschlusssystem beschäftigen. Während der Hüftgurt klassisch verschlossen wird, gibt es im Brustbereich zwei stufenlos verstell- und dehnbare Gurte, die auf der einen Seite einfach nur eingeklickt werden. Zum Öffnen zieht man einfach an kleinen Bändchen. Während der Tour gingen diese kein einziges Mal auf und nach einigen Malen auf und zu geht es auch super schnell von der Hand.
Bei einem vollgeladenen Montane Trailblazer 30 bleibt ein Wackeln natürlich nicht ganz aus, aber trotzdem kann man ihn durch die Einstellmöglichkeiten soweit fixieren, dass ein dynamischen Laufen immer noch möglich ist, ohne dass der Rucksack irgendwie einschneidet.
Auch nach drei Tagen und Touren von 8 h gab es nirgendwo Scheuer- oder Druckstellen.

Trailblazer im Einsatz

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Fazit von Holger

Der Montane Trailblazer 30 ist für mich genau der richtige Rucksack für eine Fastpacking-Tour, denn man bekommt alles gut unter, hat ein tolles Taschenkonzept und guten Tragekomfort. Aber auch bei kurzen Touren mit weniger Gepäck, kann man ihn super nutzen und entsprechend komprimieren.

Weitere Berichte:

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.