Die Petzl IKO Core zeichnet sich für mich durch ihr kleines Packmaß und die Anwendung mit und ohne Akku bzw. Batterien gerade beim Wandern und Laufen aus. Für ihr kleines Maß bietet sie eine akzeptable Leuchtkraft. Beim Einsatz mit Helm und durch das Fehlen eines Rücklichtes muss man Abstriche machen.

Petzl IKO Core

Hersteller: Petzl
Modell: IKO Core 
Gewicht: 79 – 90g
Lumen: 350 – 500 Lumen
Leuchtdauer: siehe Testbericht 
UVP: 79,95 €
Testdauer:  4 Wochen
Bilder: ©Petzl

Nachhaltigkeit
Keine Angaben zum Produkt. Seit 2006 gibt es die Petzl-Stiftung. Diese unterstützt gemeinnützige Organisationen, deren Aufgabe es ist, die Biodiversität auf Klippen, in Höhlen und in Gebirgsketten zu entdecken und zu schützen.
https://www.petzl.com/fondation/projets-soutenus/environnement?language=en

Kurze Beschreibung
Die IKO Core ist mit 79 Gramm leicht, wiederaufladbar und verfügt über drei Leuchtstufen. Sie verfügt zudem über ein Airfit Kopfband und mehrere Lichtkegel. Über einen IPX4 Wetterschutz verfügt sie ebenfalls. Es gibt die IKO auch in der Variante ohne Core, also ohne mitgelieferten wiederaufladbaren Akku. Denn sie kann auch mit drei AAA Batterien betrieben werden. Jedoch reduziert sich die Leuchtkraft dann auf maximal 350 Lumen. 

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Erster Eindruck und Verarbeitung
Wenn eine Stirnlampe mit einer eigenen kleinen Tasche geliefert wird und dann auch noch äußerst handlich verpackbar ist, macht das schon mal ein sehr guten Eindruck. Und wenn dann noch die Verarbeitung sehr hochwertig ist, freut man sich bereits auf die ersten Einsätze draußen.

Leuchtstufen und Akkulaufzeit
IKO CORE:
Leuchtleistung IKO Core

IKO mit Batterie:
Leuchtleistung IKO Batteriemodus

Da es die IKO wie oben beschrieben in zwei Versionen zu kaufen gibt, unterscheiden sich laut Hersteller (siehe Abbildungen) auch die Leuchtleistungen. So erreicht die Petzl IKO die oben angegebenen Zeiten im Test aber in beiden Batteriearten. Wobei der Unterschied der Leuchtkraft tatsächlich nur in der höchsten Stufe erkennbar ist. 

Leuchtkraft und Lichtbild
Die Ausleuchtung des vor einem Liegenden ist ausreichend, wenngleich in der untersten Stufe und im Reservemodus zum Gehen auf unwegsamen Untergrund nur im Notfall geeignet. Der Lichtkegel lässt sich durch das Kippen der LED-Lampe in der Höhe und Leuchtweite anpassen. Wobei hier eine anatomische Grenze durch die Stirn vorgegeben ist. Das hat bei unserem Tester aber genau bis vor die Füße gereicht.
In der mittleren Stufe ist moderates Laufen auf Forststraßen und im leichten Gelände durchaus möglich. Will man technische Trails oder gar schneller im Gelände unterwegs sein, etwa im Downhill laufend, mit dem Fahrrad oder auf Ski empfiehlt sich aus Sicht unseres Testers unbedingt die höchste Leuchtstufe.
Die Lichtfarbe und auch das Lichtbild ist gut, wenn auch etwas sehr punktuell.

 Tragekomfort und Bedienung
Optisch und vom Handling her unterscheidet sich die batteriebetriebene IKO nicht von der IKO Core. Das stabile aber flexible Kunststoffband lässt sich dank der Schnellverstellung auf der Rückseite am Batterie- bzw. Akkufach sehr gut an den Kopf anpassen. Das insgesamt leichte und ausgewogene Gewicht der IKO lässt einen die Lampe schnell vergessen. 
Gegen versehentliches einschalten kann man den Einschalter sperren. 
Eines sollte man jedoch im Hinterkopf behalten: Entscheidet man sich für eine Leuchtstufe und drückt man nach ca. 4 Sekunden erst wieder auf den Knopf geht die Lampe unvermittelt aus. Das heißt ein späteres wechseln der Leuchtstufe geht immer mit dem Durchschalten durch ein oder mehrere Stufen sowie das kurze Ausschalten der Stirnlampe einher.

Auf dem Trampelpfad   
Das Aufsetzen und Anpassen der IKO funktioniert intuitiv. Auch ein Durchschalten des gut tastbaren Schalters bei den unterschiedlichen Aktivitäten klappt mit und ohne Handschuhen einwandfrei. Was den Einsatz mit Helm etwas einschränkt ist der maximal einstellbare Umfang des Kopfbandes. So konnte Sebastian die IKO an seinen Fahrradhelm aufgrund des zu großen Umfangs nicht verwenden. An einem eher schmalen Kletter- bzw. Skihelm ist das Tragen jedoch möglich. Wobei es hier fast notwendig ist über eine Halterung am Helm zu verfügen. Andernfalls rutscht die IKO bei starken Erschütterungen gerne mal herunter. Eine nette Zusatzfunktion ist die Verwendung der IKO in Kombination mit der mitgelieferten Tasche als z.B. Hütten- oder Zeltlampe. Auch als Lampe um den Hals ist sie einsetzbar. Über ein Rücklicht oder ähnliches verfügt die Stirnlampe leider nicht.

Fazit von Sebastian

Die Petzl IKO Core zeichnet sich für mich durch ihr kleines Packmaß und die Anwendung mit und ohne Akku bzw. Batterien gerade beim Wandern und Laufen aus. Für ihr kleines Maß bietet sie eine akzeptable Leuchtkraft. Beim Einsatz mit Helm und durch das Fehlen eines Rücklichtes muss man Abstriche machen.

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