Dass der Rusch den perfekten Kompromiss zwischen Trailrunning- und Wanderschuh darstellt, können wir so nicht bestätigen. Der Rush konnte beim Wandern oder auch beim neudeutschen “Speed Hiking” punkten, fürs Trailrunning ist er allerdings nicht bis nur bedingt geeignet.

Scarpa Rush

Hersteller: Scarpa 
Modell: Rush
Sprengung: 8 mm
Gewicht: 395 g (EU 42)
Unisex Größe: EU 40 – 48
UVP: 145,- €
Testdauer:  6 Wochen / 80 km
Bilder©Scarpa

Nachhaltigkeit
keine Angaben

Kurze Beschreibung
Agiler Schuh, der den perfekten Kompromiss zwischen Trailrunning und Hiking darstellt. Für jene, die sich schnell durch das Gelände bewegen und dabei nicht auf Komfort verzichten möchten. Halt, Abrollverhalten und robustes Obermaterial halten sich die Balance.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Ein Leichtgewicht ist der Scarpa Rush wahrlich nicht, wiegt das Paar in Größe EU 42 knapp 800 g, dafür bekommt man aber einen Schuh, der versucht, Wander- und Trailrunningschuh in einem zu sein. Abgesehen vom Gewicht hinterlässt der Rush bei Björn einen positiven Eindruck, wenn man an “Wanderschuh” denkt, ob man damit aber wirklich dieses “Trailrunning” machen kann, wirft bei unserem Tester Fragezeichen auf. Die Verarbeitung ist jedenfalls tadellos und qualitativ sehr hochwertig

Passform und Schnürung
Geschnürt wird der Rush von Scarpa klassisch ohne irgendwelchen Schnickschnack. Die Zunge ist fast komplett mit dem Schuh vernäht, so dass ein Verrutschen ausgeschlossen ist und Steine oder Dreck den Weg nicht ins Innere finden sollten. Die Passform ist für Björn in Größe 48 als sehr komfortabel zu bezeichnen, da es aber Größe EU 47,5 nicht gibt, blieb ihm nur diese Wahl.

Laufeigenschaften
Die Laufeigenschaften beim Wandern sind sehr komfortabel und mit dem Rush hat man hier einen guten Begleiter, auch wenn es ins alpine Gelände geht. Gerade hier werden trittsichere und geübte Wanderer den Rush schätzen lernen, da man keinen kiloschweren und knöchelhohen Wanderschuh an den Füßen hat. Besonders gut fand Björn, wenn es bergab zügiger voran ging und es hin und wieder schnellere Wanderpassagen gab, dort macht der Rush richtig Spaß. Will man mit dem Rush allerdings nur Trailrunning betreiben, fand Björn den Schuh zu schwer und zu steif. Richtiges Laufgefühl kam hier leider nicht auf. Wie hoch man im Rush steht, können wir nur schätzen, da wir keine Angaben dazu finden konnten, gefühlt würde Björn auf 8 – 10 mm tippen.

Dämpfung und Protektion
Dämpfung und Protektion hat der Scarpa Rush mehr als ausreichend. Besonders der Zehenbereich ist sehr gut, vielleicht sogar überdimensioniert, aber fürs Alpine wiederum genau richtig. Bei der Dämpfung kam bei Björn ein bisschen Hoka-Feeling auf, für Björns Geschmack etwas zu weich.      

Grip und Stabilität
Sowohl beim Wandern als auch bei den Trailrunning-Testläufen bot der Rush einen guten Grip, nicht überwältigend, aber ok. Die Stabilität fand Björn besonders beim Wandern perfekt. Sucht man einen guten Kompromiss zu hohen Wanderschuhen, ist der Rush eine sehr gute Alternative, gerade weil er auch deutlich leichter ist.

Auf dem Trampelpfad
Dass der Rusch den perfekten Kompromiss zwischen Trailrunning- und Wanderschuh darstellt, können wir so nicht bestätigen. Der Rush konnte beim Wandern oder auch beim neudeutschen “Speed Hiking” punkten, fürs Trailrunning ist er allerdings nicht bis nur bedingt geeignet.

Fazit von Björn

Der Scarpa Rush schließt die Lücke zu schweren Wanderschuhen gekonnt, im Trailrunning sehe ich ihn allerdings nicht.

Der SOTO WindMaster und das Thermostack Koch Set sind optimal aufeinander abgestimmte Campingutensilien, die keine Wünsche offen lassen. Das leichte Gewicht und die intuitive Handhabung machen einfach nur Spaß.

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.