Die Sigma Buster 2000 ist von der Lichtstärke und dem Lichtbild eine super Lampe für Touren durch die dunkle Jahreszeit. Preis/Leistung sind bei dieser Lampe unschlagbar. Aufgrund des großen Akkus auch ideal für Pendler, die nicht immer die volle Lichtstärke benötigen. Dass die Lampe allerdings ohne Vorwarnung ausgeht, wenn der Akku leer ist, ist in meinen Augen inakzeptabel und sollte dringend verbessert werden.

Sigma Buster 2000 HL

Hersteller: Sigma Sport
Modell: Buster 2000 HL
Leuchtdauer: 2,5h (HighPower), 10h (Standard), 20h (ECO)
Lumen: 2000
Gewicht: Leuchte= 107g , Akkupack = 340g (selbst gewogen)
UVP: 194,95 €
Testdauer:  4 Wochen
Bilder©Trampelpfadlauf und Sigma Sport

Nachhaltigkeit
keine Angaben

Kurze Beschreibung
Mit 2000 Lumen ist die BUSTER 2000 deine Powerleuchte für perfekt ausgeleuchtete Trails. Das leistungsstarken Battery Pack und die superleichte Remote mit fluoreszierenden Tasten sind im Lieferumfang inbegriffen. Mit einer Brenndauer zwischen 2,5 und 20 Stunden ist die Helmleuchte dein unverzichtbarer Begleiter für jeden Night Ride.

Lieferumfang:
– Helmhalterungs-Set
– Ladegerät
– Adapter für Action Kamera Halterung
– BUSTER 2000 REMOTE
– BUSTER Battery Pack
– Verlängerungskabel

Erster Eindruck und Verarbeitung
Björn bekam die Buster 2000 Helmlampe pünktlich zum Herbstbeginn und sollte somit für die dunkle Jahreszeit bestens gerüstet sein. Sehr positiv fällt schonmal das eloxierte Aluminiumgehäuse auf, es fühlt sich sehr hochwertig und robust an. Auch ist die Leuchte mit 107 g recht leicht und somit nicht zu schwer für die Nutzung am Helm. Der Akkupack hingegen schlägt da mit seinen 340 g schon deutlich stärker zu Buche. Diesen am Helm zu tragen, ist sicherlich keine Option. Dafür ist im Lieferumfang auch bereits ein Verlängerungskabel dabei. So kann man den Akku mit seiner Kapazität von 6400 mAh, bequem im Rucksack verstauen. Will man wissen, wieviel Power der Akku noch hat, bekommt man das per Knopfdruck am Power Monitor über 4 LED’S angezeigt. Zusätzlich hat der Battery Pack noch eine USB Ladebuchse, über die man sogar externe Geräte laden kann. So lässt sich das Battery Pack auch als Powerbank verwenden. Auch wenn das Stecksystem zwischen Lampe und Battery Pack auf den ersten Blick etwas unsicher wirkte, funktioniert es im Test einwandfrei und das, obwohl der Stecker keine spezielle Verriegelung oder ähnliches hat. Die gesamte Verarbeitung der Buster 2000 macht auf Björn einen sehr guten Eindruck und das alles für unter 200 €, TOP!!!

Leuchtstufen und Akkulaufzeit
Die Sigma Buster 2000 besitzt insgesamt 7 Leuchtstufen, wovon allerdings nur vier eine Dauerleuchtstufe sind. Diese vier sind aufgeteilt in  „Eco“ (300 Lumen), „Standard“ (600 Lumen), „Power“ (1300 Lumen) und „High Power“ (2000 Lumen). Mit diesen vier Stufen lässt sich die Brenndauer optimal einstellen. Für mehr Aufmerksamkeit auf dem Trail dienen die drei Blinkmodi „Flash“, „Pulse“ und „SOS“. Wobei es sehr fraglich ist, ob man mit dem Flash oder Pulse Modus überhaupt fahren sollte.

Der Battery Pack mit verbauten Panasonic Zellen liefert 6400 mAh und sorgt so für ausreichend Power in der Nacht. Laut Sigma teilt sich die Leuchtdauer den Stufen entsprechend wie folgt auf:

  • High Power (2000 Lumen) = 2:30 h
  • Power (1300 Lumen) = 5:00 h
  • Standard (600 Lumen) = 10:00 h
  • Eco (300 Lumen) = 20:00 h
Sigma Buster 2000 HL - High ModusSigma Buster 2000 HL - Power ModusSigma Buster 2000 HL - Standard Modus
High Power (2000 Lumen)Power (1300 Lumen)Standard (600 Lumen)


Im Test erzielten wir im High Power Modus eine Leuchtdauer von 2:18 h, lag wahrscheinlich daran, dass es kein neuer Akku war und wir daher 12 min weniger Leuchtdauer erzielen konnten. Dennoch ist die Leuchtdauer absolut OK, zumal man den High Power Modus nicht wirklich permanent nutzen muss. Auf Rad und Forstwegen ist der Power oder sogar Standard Modus vollkommen ausreichend

Leuchtkraft und Ausleuchtung
Im Netz findet man viele Lampen aus Fernost, die teilweise mit Lumen-Werten weit über 10.000 Lumen angegeben werden und das für gerade einmal 30 €. Aber was bringen einem 10.000 Lumen, wenn die Zonen-Beleuchtung nicht stimmt und es nur zentral an einer Stelle hell ist?

Die Sigma Buster 2000 bietet 2000 Lumen. Dieser Wert ist der gemessene Lichtmengen-Wert, welcher von den drei verbauten CREE LED’S erzeugt wird. Viel wichtiger finden wir aber die Zonenausleuchtung von Lampen. 

Hier wird in 4 Zonen unterschieden:

  • Fernzone = Nötige Sicherheit bei weit vorausschauender und schneller Fahrt, besonders in bergigem Gelände
  • Kernzone = Optimale Ausleuchtung für eine sichere Fahrt
  • Nahzone = Sicherheit bei langsamer, technisch anspruchsvoller und sehr kurviger Fahrt
  • Seitenzone = Zusätzliche Sicherheit, besonders bei kurvigen Fahrten und höherem Tempo

Die Buster liefert hier in allen vier Zonen ein sehr ausgewogenes Lichtbild. Besonders in der Nah- und Seitenzone konnte sie Björn mit einer sehr guten Ausleuchtung bis zum Rand überzeugen. 

Auf dem Trampelpfad
Die Sigma Buster 2000 ist eine Helmlampe und wird OHNE Lenker-Halterung ausgeliefert, da die Lampe mit ihren 2000 Lumen in Deutschland nicht als Fahrradlampe zugelassen ist. Die Montage der Buster am Helm funktioniert mittels Klettverschluss der Helmhalterung ganz gut. Es ist aber etwas Fummelei und je nach Lüftungsschlitzen des Helmes unterschiedlich. Wie oben schon erwähnt, ist der Battery Pack deutlich zu schwer, um diesen am Helm zu montieren (auch wenn es im Netz dazu einige Bilder gibt). Die Buster als Helmlampe zu nutzen, ist OK, so hat man zumindest immer dort Licht, wo man hinschaut. In Björns Fall (Körpergröße 2 m) waren die zusätzlichen 10 cm Erhöhung am Helm aber irgendwann nicht mehr akzeptabel und so wurde eine Lenkerhalterung besorgt. Nun kann die Buster 2000 per Schraubverschluss am Lenker montiert werden (bei 35 mm dicken Lenkern wird es aber knapp). Mit dieser Variante kann der Battery Pack auch am Rahmen befestigt werden. Dank des ausreichend langen Kabels sollte jeder einen guten Platz finden. Hat man diesen gefunden, lässt sich der Pack über die Silikonhalterung einfach und schnell am Rahmen befestigen, leider sind die Silikonbänder so gut dimensioniert, dass sie am Ende deutlich überstehen. Dies tut der Funktion zwar keinen Abbruch, sieht aber nicht schön aus. Wichtig ist aber, das der Battery Pack bei jeder noch so wilden Fahrt fest an seinem Platz blieb. 

Die Bedienung der Buster funktionert mit der Remote-Einheit problemlos und da diese noch einen fluoreszierenden Schalter hat, ist die Bedienung in der Nacht auch kein Thema. Über den größeren Button lässt sich die Lampe ein- und ausschalten sowie die Flash-Funktionen ansteuern. Ist die Lampe eingeschaltet, kann man über den kleineren Button die Leicht-Stufen durchschalten, allerdings immer nur eine Richtung. Wechselt man also von High in Power und merkt dann, dass es doch zu dunkel ist, muss man erst wieder durch Standard und Eco schalten, um in den High Modus zu kommen. Will man das ohne Fernbedienung am Lampenkopf steuern, muss man hier sogar noch durch die drei Flash-Modi durchschalten. Dies ist etwas ungünstig gelöst, hier wäre ein zusätzlicher Schalter, mit dem man in die andere Richtung schalten kann, sehr hilfreich. Von der Steuerung direkt über den Lampenkopf kann Björn eh abraten, da der Druckpunkt recht stark ist und man beim Drücken die Lampe verschieben kann, so war es zumindest bei Björn der Fall.

Ein großes Manko der Buster ist in Björns Augen, dass sie ohne Vorwarnung bei leerem Akku einfach ausschaltet. Es gibt kein Blinken, kein Dimmen der Lichtstärke, nein – die Lampe geht von jetzt auf gleich aus. Im Test ist das Björn zum Glück bei gemäßigter Fahrt auf einem Forstweg passiert, anderswo hätte das sicherlich andere Folgen haben können.

Fazit von Björn

Die Sigma Buster 2000 HL ist von der Lichtstärke und dem Lichtbild eine super Lampe für Touren durch die dunkle Jahreszeit. Preis/Leistung sind bei dieser Lampe unschlagbar. Aufgrund des großen Akkus auch ideal für Pendler, die nicht immer die volle Lichtstärke benötigen. Dass die Lampe allerdings ohne Vorwarnung ausgeht, wenn der Akku leer ist, ist in meinen Augen inakzeptabel und sollte dringend verbessert werden.

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