Mit dem besten Volumen-Gewicht-Verhältnis aller Westen oder Rucksäcke ist der Halo ultrakomfortabel, funktionell und schnell. UD-Botschafter Jason Schlarb ist damit auf der ganzen Welt Rennen gelaufen und hat Ultramarathons mit umfangreicher erforderlicher Ausrüstung an Orten wie Oman, Mexiko und Steamboat Springs gewonnen.

Ultimate Direction Halo Vest

Hersteller: Ultimate Direction
Modell:  Halo Vest 4.0
Gewicht: 175 g
Größen: SM / MD / LG
Volumen: 11 Liter
UVP: $169,95 USD
Testdauer: 6 Wochen
Bilder: ©Trampelpfadlauf

Nachhaltigkeit
Keine Angaben seitens des Herstellers bzw. zum Produkt.

Kurze Beschreibung
Mit dem besten Volumen-Gewicht-Verhältnis aller Westen oder Rucksäcke ist der Halo ultrakomfortabel, funktionell und schnell. UD-Botschafter Jason Schlarb ist damit auf der ganzen Welt Rennen gelaufen und hat Ultramarathons mit umfangreicher erforderlicher Ausrüstung an Orten wie Oman, Mexiko und Steamboat Springs gewonnen.

Erster Eindruck und Verarbeitung
Unser Tester trug das erste Mal eine Ultimate Direction Weste überhaupt. Die Haptik des Materials war sehr angenehm und wies auf viel verarbeiteten Stoff hin. Einzig der Teil, welcher zum Körper des Trägers zeigte, fühlte sich etwas nach Plastik an und ist wie ein Meshgitter konzipiert. Insgesamt ist es eine sehr hochwertig verarbeitete Laufweste ohne jegliche Beanstandungen.

Passform und Tragekomfort
Die Ultimate Direction Halo Vest gibt es in drei verfügbaren Größen. Der Hersteller unterscheidet hier hinsichtlich des Brustumfangs in den Größen. Sebastian wählte hier Größe MD (Mittel). Das passte gut, wobei zu erwähnen ist, dass die Laufweste über ein Zugsystem am unteren Ende verfügt, das es dem Träger ermöglicht, zusätzlich den Sitz zu optimieren. Das macht vor allem bei unterschiedlichen „Beladungsszenarien“ Sinn. So kann man mit einem einfach Ziehen an den beiden Schnüren die Weste enger an den Körper zurren. Zum Lösen gibt es einen entsprechenden Druckknopf, um die Weite wieder zu vergrößern. 
An der Brust verfügt die Halo Vest über zwei Schnüre zur Fixierung. Beide sind in Höhe und Länge leicht und schnell anpassbar. Sie werden jeweils mit einem Haken in Stoffösen eingehängt. 

Taschenkonzept und Details
Im Lieferumfang sind zwei Softflask mit je 500 ml Volumen enthalten. Eine Trinkblase ist nicht dabei, kann aber in einem extra Fach mit spezieller Halterung und diversen Fixierungen für den Schlauch jederzeit nachgerüstet werden. An der Front ist außer dem Fach für die Softflask und den Haltern für die Stöcke keine Verstaumöglichkeit mehr vorhanden.
An beiden Seiten sind hintereinander zwei Taschen für Riegel, Gels oder andere Kleinigkeiten verarbeitet. Smartphones bis ca 6 Zoll Größe passen in die Stretchtasche an den Flanken. Besagte Stretchtasche ist nicht verschließbar und wird quasi von der darüber liegenden Flasktasche “verschlossen”. Die beiden seitlichen Taschen hinter den Stretchtaschen sind in der Mitte per Klettverschluss verschließbar.
An der Rückseite gibt es ein unteres Fach. Unsere Tester platzierte hier das Erste-Hilfe-Set samt Rettungsdecke sowie das Smartphone. Im oberen Teil der Rückseite befindet sich noch ein größeres Fach, dort kann der Drysack mit den Wechselsachen untergebracht. Im Drysack war die übliche Ultrapflichtausrüstung (Jacke, langes Oberteil, Hose, Mütze und Handschuhe). Die beiden vorgenannten Fächer sind elastisch und können mit einem Zugsystem enger oder eben weiter gestellt werden. Ganz oben im Übergang zum Nacken ist noch ein offenes und nicht verschließbares kleines, eher breites als hohes Fach. Der Sinn ist auf den ersten Blick nicht so erkennbar. Vorgesehen ist das Fach für eine Ersatztrinkflasche. Sebastian nutzte es eher für die schnell zu verstauende Weste oder Jacke beim Laufen. Wobei hier angemerkt werden muss, dass ein Verstauen beim Laufen eine gewisse Übung voraussetzt. Auch die beiden anderen Rückenfächer sind nur mit etwas „Training“ erreichbar, das untere sowieso nur mit reichlich Flexibilität. Die komplette Beschriftung der Laufweste ist reflektierend.

Auf dem Trampelpfad
Wie oben erwähnt, kann man die Halo Vest schnell und einfach an die Beladung und den Körper anpassen. Das macht unterwegs Sinn, auch beim An-  bzw. Ausziehen von weiteren Schichten. Durch das flexible Anpassen der Weste ist ein Schaukeln bzw. Wackeln fast gänzlich abgestellt. Ein wenig Gewackel gibt es einzig bei größeren Flasks als den mitgelieferten 500-ml-Varianten. Man muss auch wissen, dass sich beim Tragen einer Trinkblase der Stauraum im Inneren je nach Größe der Blase merklich verringert. Wobei die flexiblen Stretchtaschen am Rücken viel Platz lassen, das Ein- und Ausladen jedoch dann erschweren.
Das interessanteste Gimmick ist die Stockhalterung an der Front. Sie war zu Anfang etwas “fummelig”, wurde aber mit jedem Mal einfacher. Das Verstauen der Stöcke mit vollen Flasks beim Laufen bleibt aber, sagen wir, spannend 😉 Insgesamt hielten die Stöcke aber super und störten zu keiner Zeit.
Wer wie Sebastian schnell und viel schwitzt, sollte unbedingt alles trocken verpacken. Durch die minimale Bauweise ist sie zwar atmungsaktiv und leicht, Wasser bzw. Schweiß wird aber jeweils schnell an die transportierten Sachen abgegeben. Der Sinn der kleinen oberen Rückentasche bleibt unserem Tester dennoch zweifelhaft. Nur zum Transport einer weiteren Flask findet Sebastian die Tasche zu viel des Guten. Eine größere Rückentasche ähnlich dem im Test als Referenz dienenden Compressport – Ultra Run wäre aus Sicht von Sebastian sinnvoller. Aber das mag Geschmackssache sein.

Fazit von Sebastian

Die Ultimate Direction Halo Vest ist eine durchdachte Laufweste, die auf engstem Raum viel Verstaumöglichkeiten bietet, wobei ich persönlich das “Nackenfach” zugunsten eines größeren Hauptfachs ändern würde.

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.