Der Whoop 4.0 sowie das passende Zubehör bieten eine schier endlose Auswertemöglichkeit an persönlichen Daten, um den eigenen Körper und das Training besser zu verstehen. Ich empfinde die zusätzlichen Informationen durchaus als Bereicherung und werde den Whoop vorerst weiter nutzen. Gerade für Nutzer die nicht permanent eine Sportuhr tragen können oder wollen ist der Whoop eine dezente Alternativlösung.

Whoop 4.0 und Performance Short

Hersteller: Whoop
Modell: 4.0 und Performance Short
Gewicht: 27 g Armband und Messeinheit (selbst gewogen) 
UVP: verschiedene Mitgliedschaftsmodelle zwischen 20,- und 30,- € monatlich
Testdauer: 5 Wochen
Bilder: ©Whoop

Nachhaltigkeit

Keinerlei Angaben zum Produkt oder zur Firmenphilosophie. Auf den Einzelverpackungen findet sich zumindest der Hinweis, dass diese aus recyceltem Material bestehen.

Kurze Beschreibung

Wecke dein Potential mit WHOOP 4.0 – dem neuesten und fortschrittlichsten Fitness- und Gesundheits-Wearable. Überwache deine Erholung, deinen Schlaf, dein Training und deine Gesundheit mit individuellen Empfehlungen und Coaching-Feedback.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Die beiden Whoop Testprodukte werden in einem stylischen Karton geliefert. Nach dem Öffnen kommen unaufgeregte schwarz-weiß gestaltete Verpackungen zum Vorschein. Im Testset enthalten sind neben dem eigentlichen Whoop 4.0 Messgerät noch drei verschiedene Armbänder, in denen man das Meßgerät platzieren kann, sowie die Whoop Performance Shorts. Alles wirkt sehr hochwertig verarbeitet, von der Verpackung angefangen bis zum jeweiligen Produkt selbst. Es fällt nichts negativ auf. Auch die Nähte in und an der Hose sind sauber vernäht. Lediglich die Menge an Einzelverpackung könnte aus Sicht unseres Testers etwas reduziert werden.
Es gibt neben den oben erwähnten Shorts noch weiteres Zubehör wie Leggings, Shirts, Sport-BH, diverse Unterwäsche für Mann und Frau sowie ganze Trainingssets. In den aufgeführten hauseigenen Whoop-Produkten ist jeweils eine kleine Tasche für die Whoop Messeinheit eingearbeitet. 

Einrichtung und Anpassung des Whoop 4.0

Für die Nutzung des Whoop 4.0 wird die dazugehörige App benötigt. Diese ist für Android- sowie Apple Smartphones erhältlich und schnell sowie kostenlos installiert. Die Einrichtung ist unkompliziert und es werden Daten wie Größe, Gewicht, Alter und ein Nutzername abgefragt. Zur Nutzung der Whoop Messeinheit klippt man sie in eines der Armbänder, welches sich leicht an den Armumfang anpassen lässt Die Whoop App erklärt beim ersten Verbinden noch einmal, wo man das Band am besten am Übergang von Handgelenk zum Unterarm positioniert. Wer wie Sebastian beim Sport die Whoop Shorts trägt, kann die Messeinheit beispielsweise auch innen am Bund in der dafür vorgesehenen Tasche platzieren. Einziger Nachteil dieser Messart ist, dass man kein Unterhemd oder Shirt in die Hose stecken kann, da sonst keine Messung auf der Haut erfolgen kann.

Passform und Tragekomfort der Short

Die mitgelieferten Whoop Performance Shorts in Größe M sitzt perfekt und lässt sich gut dank einer Kordel im Bund anpassen. Normalerweise trägt Sebastian bei Hosen Größe S. Die Shorts von Whoop verfügen über eine Innen- und Außenhose und der Stoff ist auf der Haut angenehm weich. Während der sportlichen Aktivitäten reibt innen auch bei starkem Schwitzen nichts. Ansonsten ist das Gewicht der Whoop Performance Shorts relativ hoch, wenn man die sonst gewohnten Lauf- bzw. Trailshorts als Maßstab anlegt. Über einen zusätzlichen Wetterschutz verfügt die Hose nicht. Zusätzlich fiel positiv auf, dass die Whoop Shorts auch nach sehr schweißtreibenden Sporteinheiten nicht unangenehm riecht.

Konnektivität

Verbunden wird der Whoop ausschließlich per Bluetooth mit dem Smartphone. Geladen wird er mit einem mitgelieferten Akkupack, der auf den Whoop aufgesteckt wird, um das Armband nicht vom Arm abnehmen zu müssen. Dieser kleine Akkupack wird durch ein mitgeliefertes USB-C/USB Kabel geladen. Während der gesamten Testdauer kam es zu keinerlei Problemen bei der Verbindung zwischen dem Whoop 4.0 und der App. Es ist zudem nicht nötig, permanent per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden zu sein. Lediglich beim Aufzeichnen von Aktivitäten muss das der Fall sein. Hat man mal eine Zeit lang den Whoop nicht mit dem Smartphone verbunden gehabt, startet nach neuerlicher Verbindung der Datenupload von selbst. Darüber hinaus könnte man sich die Herzfrequenzdaten bei bestehender Verbindung in Echtzeit in der App anzeigen lassen. Zudem gibt es die Möglichkeit das Whoop Armband als Wecker zu nutzen. In diesem Fall vibriert der Whoop zur gewünschten Uhrzeit eine Zeit lang was bei Sebastian im Test mehr als ausreichend lang und intensiv war um in aufzuwecken.

Messdaten

Der Whoop 4.0 zeichnet permanent folgende Daten auf: Herzfrequenz, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur und den Schlafrhythmus. Aus diesen “Grunddaten” werden dann Erholung, Belastung und die Schlafqualität bestimmt. Alles das wird in verschiedenen sehr übersichtlichen Graphen und Datenfeldern dargestellt. Zusätzlich werden täglich diverse Daten über das persönliche Empfinden, z. B. subjektive Erholung, Reizbarkeit, Schlaf- und Essverhalten abgefragt. Wird bei gekoppeltem Smartphone über die Whoop App eine der unzähligen Sportaktivitäten aufgezeichnet, misst der Whoop nicht nur alle Körperdaten, sondern kann auch über die Ortungsdaten des Smartphones die Strecke aufzeichnen. Zudem kann man während der Aufzeichnung die gewünschte Belastung definieren, also z. B. den gewünschten Pulsbereich oder eben die gewünschte Zielbelastung z.B. basierend auf die Empfehlung des App-Coaches. Absolviert man einmal eine Trainingseinheit ohne Aufzeichnung per Whoop App oder mit einem anderen Gerät wie einer Sportuhr oder Fahrradcomputer, dann erkennt die Whoop App beim nächsten Koppeln die höhere Belastung und fordert einen auf, den passenden Sport auszuwählen. Aus all diesen gewonnenen Daten gibt es in der Whoop App Empfehlungen zur optimalen Belastung, zur Schlafdauer, zu möglichen Erkrankungen und zu vielem mehr.

Auf dem Trampelpfad

Die Whoop Performance Shorts haben sich bei diversen Einsätzen draußen wie drinnen größtenteils bewährt. Die Meßgenauigkeit am Körper ist durchweg gegeben und die Aufzeichnung der gelaufenen Strecke hat sowohl mit getragener Whoop Shorts sowie mit dem Armband tadellos funktioniert. Wobei die Streckendaten ja prinzipiell ausschließlich auf den Ortungsdaten des Smartphones basieren. Lediglich bei Übungen z. B. am Boden drückt das Whoop-Meßgerät spürbar am Rücken. Das behindert das Training nicht direkt, ist auf Dauer aber etwas nervig.
Ansonsten ist der Whoop 4.0 sowie das Armband dazu sehr angenehm und unauffällig zu tragen. Die verschiedenen farblichen Armbänder ermöglichen es, immer passend zum Outfit oder nach persönlichen Vorlieben selbige anzupassen. Das Armband wurde, mal abgesehen von der Zeit, als das Messgerät in den Performance Shorts steckte, immer getragen. Also auch bei jeglichem Sport, Schlafen und Duschen/Baden etc. Die gemessenen Daten wie Herzfrequenz und Atemfrequenz wurden durch einen Brustgurt und manuelles Überprüfen verifiziert. Dabei stimmten die vom Whoop gemessenen Werte jederzeit überein. Ansonsten fiel lediglich auf, dass das über den ganzen Testzeitraum getragene schwarze Armband leicht verblasste und an der Oberseite, mit der man doch häufiger an anderen Oberflächen entlang schrammt, etwas abgescheuert wirkt.
Die Auswertung ist insgesamt sehr umfangreich und unser Tester konnte über den Testzeitraum nach und nach alle Funktionen “freischalten”. Anfangs benötigt der Whoop 4.0 ja erst einmal über eine Zeit hinweg Messdaten, um dann mit den bereits ermittelten Daten Empfehlungen erstellen zu können. Die Empfehlungen hinsichtlich Schlafqualität und Erholung deckten sich bis auf wenige Ausnahmen mit den subjektiven Empfindungen von Sebastian. Bevor der Bericht fertig gestellt wurde hat unser Tester festgestellt, dass es aus seiner Sicht durchaus interessant wäre wie die (Voll)Mondphasen Einfluss auf die subjektive wie objektive Schlafqualität nehmen können. So schlief er in der Vollmondphase sehr schlecht ein und wachte am Morgen auch teils vor dem Wecker auf und konnte häufig so die Schlafempfehlungen nicht erreichen. Hier wäre es interessant zu wissen inwieweit die Mondphasen bei den Empfehlungen z.B. berücksichtigt werden könnten oder sollten.
Alles in Allem sind die Auswertemöglichkeiten noch einmal umfangreicher als bei der sonst ebenfalls permanent getragenen Sportuhr, welche ebenfalls die Schlafqualität und  Körperdaten misst.

Fazit von Sebastian

Der Whoop 4.0 sowie das passende Zubehör bieten eine schier endlose Auswertemöglichkeit an persönlichen Daten, um den eigenen Körper und das Training besser zu verstehen. Ich empfinde die zusätzlichen Informationen durchaus als Bereicherung und werde den Whoop vorerst weiter nutzen. Gerade für Nutzer die nicht permanent eine Sportuhr tragen können oder wollen ist der Whoop eine dezente Alternativlösung.

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