Der SPOT X bietet eine 2-Wege-Satelliten-Kommunikation, damit Sie mit Angehörigen, Freunden und Kollegen auch dann in Kontakt bleiben können, wenn Sie sich außerhalb des Bereichs eines Mobilfunknetzes befinden. Enthalten ist eine direkte Kommunikation mit dem Such- und Rettungsdienst im Fall eines lebensbedrohlichen Notfalles. SPOT X bietet Ihnen sogar Ihre eigene Mobiltelefonnummer, damit Sie von anderen jederzeit per Mobiltelefon oder anderen Geräten für das Versenden von Textnachrichten erreicht werden können.

SPOT X

Hersteller: SPOT
Modell: SPOT X
Geräteabmessungen: Höhe x Breite X Stärke 16,61 cm x 7,37 mm x 2,38 mm
Display: 2,7 Zoll 
Gewicht: 198,4 g
Batterie: LITHIUM-AKKU
Betriebsdauer:
UVP: 309,- € für das Gerät und 11,95 € bis 39,95 € pro Monat
Testdauer: 6 Monate
Bilder©Spot

Produktbeschreibung des Herstellers
Der SPOT X bietet eine 2-Wege-Satelliten-Kommunikation, damit Sie mit Angehörigen, Freunden und Kollegen auch dann in Kontakt bleiben können, wenn Sie sich außerhalb des Bereichs eines Mobilfunknetzes befinden. Enthalten ist eine direkte Kommunikation mit dem Such- und Rettungsdienst im Fall eines lebensbedrohlichen Notfalles. SPOT X bietet Ihnen sogar Ihre eigene Mobiltelefonnummer, damit Sie von anderen jederzeit per Mobiltelefon oder anderen Geräten für das Versenden von Textnachrichten erreicht werden können.

Erster Eindruck 
Der SPOT X erinnert uns ein wenig an das alte Blackberry und wirkt mit seiner großen Antenne wie ein Walki-Talki. Das Gerät sieht schwerer aus als es ist und liegt gut in der Hand. Der SPOT X kommt zusammen mit einem Halteband und Karabiner, Micro-USB-Daten-/Netzkabel, AC-Netzadapter, Kurzanleitung.

Funktionalitäten
An dieser Stelle wollen wir erstmal nur einen kurzen Überblick, über die Funktionen geben und diese weiter unten genauer beschreiben. Nicht alle Funktionen sind weltweit möglich. In den orangen Bereichen der Karte  ist nur ein Senden und S.O.S möglich. 

Der Spot X kann folgendes leisten:SPOT X

  • Nachrichten
    • Tauschen Sie Nachrichten mit jeder beliebiger Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse von praktisch jedem Ort der Welt aus. 
  • S.O.S.
    • Senden Sie einen S.O.S.-Alarm an den rund um die Uhr verfügbaren Such- und Rettungsdienst, schreiben Sie Nachrichten, um Ihre Notlage genau zu beschreiben, und warten Sie auf Bestätigung, sobald das Such- oder Rettungsteam unterwegs ist.
  • Tracking
    • Wählen Sie aus den Tracking-Intervallen von 2½, 5, 10, 30 oder 60 Minuten aus und ermöglichen Sie es Ihren Angehörigen, Freunden oder anderen Abenteurern, Ihre Fortschritte zu verfolgen. 
  • OK-Nachricht:
    • Lassen Sie mit einem Knopfdruck schnell und einfach jeden wissen, dass es Ihnen gut geht.  
  • Soziale Netzwerke
    • Verknüpfen Sie Ihre Sozialen Netzwerken, um Ihre Freunde und Angehörigen darüber auf dem Laufenden zu halten, wo Sie sich gerade befinden.
  • Kompass
    • Ein integrierter Kompass und programmierbare Wegpunkte helfen Ihnen bei der Navigation.  

Erste Inbetriebnahme
Nach der Registrierung auf der Herstellerseite und der Aktivierung, was alles problemlos funktionierte, geht es auch schon los. In seinem Online-Profil kann man Kontakte einpflegen und gewünschten Einstellungen vornehmen. Zum Synchronisieren benötigt man eine Software, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Es empfiehlt sich, seine Kontakte am PC einzupflegen und dann zu übertragen, denn das ist wesentlich einfacher als am SPOT X selber.
Das Gerät selber wird über das mitgelieferte USB Kabel geladen und hat einen eingebauten LITHIUM-AKKU, der laut Hersteller unter besten Bedingungen 10 Tage halten soll. Wir würden nach den Test bei wechselhaften Temperaturen eher 5 Tage sagen. Es gibt keine Anzeige, wenn das Gerät voll geladen ist. Es wird nur angezeigt, dass es geladen wird. Nach dem Einschalten sieht man erst den Ladestand. 
Die unterschiedlichen Verträge für das Senden von Nachrichten, das man dazu buchen muss, findet man hier:
https://www.findmespot.eu/gm/index.php?cid=1311

Auf dem Trampelpfad 
Unser Test hat sich dieses mal etwas in die Länge gezogen, denn der SPOT X hatte ein paar Verbindungsprobleme, die erst durch ein Hersteller Update gelöst wurden. Die für uns wichtigsten Funktionen waren das Live Tracking und das Senden von Nachrichten. Wichtig ist, dass das Gerät immer mit der Antenne nach oben und möglichst frei zum Himmel ausgerichtet ist. Beim Laufrucksack also am besten in einer der äußeren Taschen unterbringen. Nur so wird eine Übertragung sichergestellt. Im Vergleich zum SPOT Gen3 denkt man zwar, dass durch die große Antenne ein besserer Empfang gegeben sein muss, dem ist aber nicht so. Die Antenne ist zum Senden der SMS notwendig. Der SPOT X sollte laut Hersteller auch mindestens 30 cm von anderen GPS-Geräten entfernt sein. Das gilt auch für GPS-Uhren
Während des Laufens kann man das Gerät nicht wirklich bedienen oder ablesen. Man muss schon stehen bleiben, damit man z.B. eine Nachricht lesen oder schreiben kann. Auch das Schreiben der Nachrichten ist mit kalten Fingern oder mit Handschuhen nur schwer möglich. Es empfiehlt sich, dann nur die “OK-Nachricht” Taste einmal zu drücken, um seinen Kontakten eine Info zu schicken. Unser Testgerät hat allerdings noch die geraden Tasten, ab Ende 2019 gibt es ein Update mit leicht gerundeten Tasten. Dies konnten wir auf der Messe einmal testen und es geht mit dieser neuen Tastatur etwas besser.
Das Display kann man aber in der Grundeinstellung (schwarze Schrift) gut ablesen, auch bei voller Sonne. 
Während unserer Hütten-Lauf-Tour gaben wir das Gerät einem Teilnehmer, ohne ihn einzuweisen. Während eines Gewitters war er in der Lage, eine SMS an uns zu schicken und wir konnten auf dem Live-Tracking sehen, dass er sich nach dem Gewitter weiter bewegte und wo er genau war. Allerdings kommt das Live-Tracking immer wieder zum Stocken, wenn man sich in einem dichten Wald oder zwischen Felswänden befindet. Wenn man eine wichtige Nachricht genau jetzt versenden möchte, ist es besser, man bleibt stehen, bis diese Nachricht versendet wurde. Das sieht man auf dem Display, bis dieser Pfeil mit der Zahl verschwunden ist (Bild). Allerdings kann das auch mal bis zu 10 Minuten dauern.

Funktionen im Detail

NachrichtenSPOT X
Wer noch aus der Generation SMS kommt, für den ist das kein Problem, denn man hat nur 140 Zeichen pro Nachricht zur Verfügung. Man kann entweder eine SMS oder eine Email versenden. Beim Erstellen einer Nachricht kann man dann auf die vorher importierten Kontakte zugreifen oder direkt einen neuen Kontakt erstellen. In beiden Fällen sollte man vorher diese Kontakte darüber informieren, dass sie entweder eine SMS von einer
+1 (254) xxx Nummer oder eine Email von xxx@textmyspotx.com erhalten werden. Bevor man die Nachricht abschickt, kann man noch seine GPS-Koordinaten mitsenden. Diese werden nicht automatisch mitgesendet. Der Empfänger kann dann in der Email oder SMS die Koordinaten sehen und durch den Link direkt auf die Karte springen. Antworten kann der Empfänger auf dem gleichen Weg. Bei der Email muss man nur daran denken, vorher die alte Nachricht und Signaturen zu löschen, denn man hat nur 140 Zeichen insgesamt frei. In unserem Test funktionierte der Versand und der Empfang problemlos. Es kann aber schon mal einige Minuten dauern, bis die Nachrichten versendet und/oder empfangen sind. Den Intervall, wie oft Nachrichten abgerufen werden sollen, kann man ebenfalls einstellen.

S.O.S
Diese Funktion haben wir zum Glück nicht testen müssen. Die S.O.S Taste ist nochmals mit einer Klappe geschützt, so dass man diese nicht aus Versehen drücken kann. Denn hiermit löst man eine Rettungskette aus. Nach dem Drücken der Taste werden zuerst die Notfall-Kontakte, die man vorher hinterlegt hat, informiert, z.B. der Partner zu Hause. Damit wird sichergestellt,  dass es kein Fehlalarm ist. Reagiert der Notfallkontakt nicht oder gibt an das der SPOT X wirklich unterwegs ist, wird die Rettungskette aktiviert. GEOS IERCC in USA koordiniert die Suche / Rettung, die Kosten müssen selbst getragen werden. Allerdings gibt es die GEOS Mitgliedschaft für 15 € pro Jahr dazu. Damit sind dann Such- und Rettungskosten bis zu 
50.000 € abgedeckt.  Mehr Infos zu GEOS: https://www.geostravelsafety.com/index.html

Tracking
Wie oben schon erwähnt, kann man durch das Tracking seinen Standort alle 2½, 5, 10, 30 oder 60 Minuten übertragen und alle, denen man vorher den Link zur Karte geschickt hat oder die man beim Tracking hinterlegt hat, sehen dann die aktuelle Position. Hat man mal kein Empfang und die Übermittlung konnte nicht stattfinden, wird dieser Punkt später nicht erneut gesendet. Wie auf dem Bild zu sehen, hatten wir hier im Wald keinen Empfang und somit eine Lücke. Die Karte mit den Punkten ist bis zu 7 Tagen sichtbar. Danach werden 
diese gelöscht. Hier würden wir etwas mehr erwarten.

OK-Nachricht

 
Man definiert vorher eine Nachricht z.B. “Mir geht es gut, ich bin noch unterwegs” und einen Empfängerkreis. Das können Email und / oder Handynummern sein. Unterwegs reicht dann ein Klick auf den Knopf und alle bekommen die aktuelle Position sowie die vordefinierte Nachricht.

SPOT X SPOT X

Soziale Netzwerke
Man kann seine sozialen Netzwerke mit dem SPOT X Account verknüpfen und beim Starten des Trackings wird ein Post abgesetzt.

Kompass / Navigation
Der SPOT X verfügt über einen Kompass und man kann zuvor GPS-Koordination importieren oder frei eingeben. Das Gerät zeigt einem mittels Pfeil dann die Richtung zu dem Punkt. Der SPOT X verfügt über keinerlei Kartendarstellung.

Fazit von Holger

Der SPOT X ist ein Gerät für den Abenteurer und Weltenbummler, der abseits der üblichen Wege und weit weg von Handyempfang und Zivilisation unterwegs ist. Gerade wenn man in entfernten Regionen trotzdem erreichbar sein will und nicht nur einfach seinen Standort teilen möchte, ist der SPOT X genau das Richtige. Wem die Funktionen wie Live-Tracking, S.O.S und OK-Nachrichten reichen, sollte sich den SPOT Gen 3 ansehen. Beim SPOT X würden wir uns dennoch einen besserer GPS-Empfang wünschen.

Weitere Berichte:

Frau? Mann?

Produkte, die von einem geschlecht getestet wurden, gibt es meistens auch für das andere.