Der Joe Nimble nimbleToes Trail Addict eignet sich besonders für erdige, steinige oder unebene Pfade. Die Sohle mit typischer Null-Absatz-Sprengung, in Zusammenarbeit mit Michelin entwickelt, bietet durch multidirektionale Stollen extra viel Grip und Bodenhaftung und ist auch für nassen Untergrund geeignet. Das Ripstop Obermaterial ist robust und gleichzeitig atmungsaktiv. 

Joe Nimble nimbleToes Trail Addict

Hersteller: Joe Nimble
Modell: nimbleToes Trail Addict
Sprengung: 0 mm
Gewicht: 290 g 
Damengröße: EU 35 – 42
Herrengröße: EU 39 – 48,5
UVP: 195,- €
Testdauer:  80 km
Bilder: ©Joe Nimble / Trampelpfadlauf

Nachhaltigkeit

Joe Nimble ist ein Teil von Bär. Mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt Bär die drei Bereiche der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nachhaltigkeit. So werden z. B.  mehr als 60 % des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gewonnen. https://www.baer-schuhe.de/baer-welt-nachhaltigkeit/

Kurze Beschreibung

Der Joe Nimble nimbleToes Trail Addict eignet sich besonders für erdige, steinige oder unebene Pfade. Die Sohle mit typischer Null-Absatz-Sprengung, in Zusammenarbeit mit Michelin entwickelt, bietet durch multidirektionale Stollen extra viel Grip und Bodenhaftung und ist auch für nassen Untergrund geeignet. Das Ripstop Obermaterial ist robust und gleichzeitig atmungsaktiv.  

Erster Eindruck und Verarbeitung

Beim Joe Nimble nimbleToes Trail Addict gab es jetzt ein paar Veränderungen im Gegensatz zum Modell aus 2021 (Testbericht) . Das Schnürsystem wurde von einem Schnellschnürsystem auf klassische Schnürung umgestellt, die Schnürsenkeltasche ist entfallen und die Michelin-Sohle wurde verändert. Farblich gibt es auch das neue Modell in einem bunten Mix.

Passform und Schnürung 

Die Passform ist unverändert und der Joe Nimble nimbleToes Trail Addict fällt ein wenig größer aus als andere. Holger hat hier die EU43 und sonst bei anderen immer 43,5. Ansonsten bietet er genügend Platz auch für breite Füße. Selbst schmale Füße sollten mit der Passform gut zurechtkommen. Das oben erwähnte neue Schnürsystem ist leider keine gute Neuentwicklung. Zwar ist Holger eher ein Freund der klassischen Schnürung, aber hier sind die Schnürsenkel viel zu dünn und die Schnürsenkeltasche ist entfallen. Björn gefiel die breite Passform besonders gut, hat er doch einen recht breiten Vorfuß. Beim Schnüren kam dann aber die erste Hürde. Die Schnürsenkel sind so dünn und fein, dass Björn echte Probleme hatte, den Schuh zu schnüren. Bei festerem Ziehen hat es dann zudem an den Fingern weh getan. 

Laufeigenschaften

Einen sehr niedrigen Stand und eine hohe Flexibilität machen das Abrollen einfach und richtig Spaß. Im Gegensatz zum beim Altra Lone Peak 6 (Testbericht) z. B. hat man trotz der breiten Zehenbox nicht das Gefühl, dass der Schuh vorne “schlappt” und auf den Boden “klatscht”.
Nach 500 – 800 km gibt Joe Nimble an, dass man das Fußbett, also die Einlegesohle, ersetzen sollte, das bekommt man für 16 € beim Hersteller.
Wie eingangs schon erwähnt, sind die Schnürsenkel nicht gut. Sie sind viel zu dünn und halten auch nur mit einem Doppelknoten. Diese würden wir direkt ersetzen. Bei Björn kam hier leider keine richtige Lauffreude auf, da er den Schuh einfach nicht gut schnüren konnte. Auf Forstwegen konnte aber immerhin die breite Zehenbox überzeugen.

Dämpfung und Protektion

Trotz des niedrigen Sohlenaufbaus hat man eine gute und ausreichende Dämpfung und vor allem eine sehr gute Rückmeldung vom Untergrund, ohne dass die Steine sich schmerzhaft bemerkbar machen können. Generell sehen wir den Joe Nimble nimbleToes Trail Addict aber auch eher im Wald und auf nicht all zu steinigen Trampelpfaden und um nochmals den Vergleich mit dem Altra Lone Peak anzuführen, gefällt Holger auch hier Joe Nimble nimbleToes Trail Addict besser. Die Zehen sind gut genug geschützt. Björn wurde auch hier mit dem Trail Addict nicht wirklich warm.

Grip und Stabilität

Laut Hersteller wurde bei der Michelin-Sohle nochmals nachgebessert, aber da ist noch gut Luft nach oben. Gerade auf nassem und steinigem Untergrund kommt der Grip schnell an die Grenze. Die Flexibilität und das weiche Obermaterial wird dem Joe Nimble nimbleToes Trail Addict ein wenig zum Nachteil, was die Stabilität angeht. Denn beim rasanten Lastenwechsel kann man schnell ins Schwimmen geraten. Bei Holger mit seinen 73 kg ist das kein Problem, aber bei Björn mit seinen 99 kg ist das schon enorm.

Auf dem Trampelpfad

Ein niedriger Stand und eine breite Zehenbox sorgten bei Holger dafür, dass er mit dem Joe Nimble nimbleToes Trail Addict sicher über die Trampelpfade laufen konnte, ohne dass er Gefahr lief, umzuknicken. Bei Björn war es leider genau anders und er hatte ständig ein unsicheres Gefühl. Vielleicht ist er mit seinen 2 m Körpergröße einfach ungeeignet für den Joe Nimble nimbleToes Trail Addict.

Fazit von Björn

Beim Schnüren hat der Joe Nimble nimbleToes Trail Addict leider schon negativ gepunktet, denn mit den extrem dünnen Schnürsenkeln und meinen dicken Fingern war das Schnüren recht schwierig. Ein Festschnüren endete dann in Fingern, die weh getan haben. Auch wenn die breite Zehenbox eine Wohltat für meinen breiten Vorfuß ist, kam ich mit dem Schuh im technischen Gelände überhaupt nicht zurecht. Auf breiten Forstwegen hingegen lief es deutlich bequemer

Fazit von Holger

Ich mag es, mit Schuhen unterwegs zu sein, die einem das Barfußgefühl geben, ohne dass man auf jeden Stein aufpassen muss. Der Joe Nimble nimbleToes Trail Addict geht da genau in die richtige Richtung und gefällt mir besser als der Altra Lone Peak. Allerdings würde ich mir wünschen, man holt die Schnürsenkeltasche wieder zurück und setzt dickere Schnürsenkel ein und fragt mal bei Vibram oder Continental nach einer besseren Gummimischung.

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