8 Days – 3 Countries – 2 Runners – 1 Dream. Genau so lautet unser Vorhaben für das Jahr 2021, denn wir, Lena und Katrin,  haben uns für den Transalpine Run 2021 angemeldet und dürfen – wenn hoffentlich alles gut geht – am 04. September 2021 als Team TRAMPELPFADLAUF im Kleinwalsertal an den Start gehen. Insgesamt gilt es innerhalb von 8 Tage 264 Kilometer und 16.129 Höhenmeter zu überwinden und so am 11.09.2021 in Sulden am Ortler ins Ziel einzulaufen.

Blog Nr. 6: Änderungen beim Team Trampelpfadlauf

Leider musste Lena ihren Start beim Transalpine Run für dieses Jahr absagen.  Alles Gute für dich, Lena, und hoffentlich klappt es bei Dir dann im nächsten Jahr!

Deswegen hieß es für mich, Katrin, während meines Urlaubs im schönen Meran alles zu versuchen, um doch noch mit einem Partner für das Team Trampelpfadlauf an den Start gehen zu können. Über Facebook und Instagram konnte ich tatsächlich zwei Kandidaten, Janna und Pascal, finden. Beide waren sofort super begeistert und haben alles versucht, um dabei sein zu können. Bei Janna hat es leider aus familiären Gründen so kurzfristig nicht geklappt. Nach kurzem Abwägen aller Orga-Themen, Absprache mit seiner Familie und Prüfen, ob wir als Team zusammen passen, hat sich Pascal letztlich dafür entschieden, beim TAR mit mir an den Start zu gehen.

Ich bin darüber super froh und freue mich sehr auf das Abenteuer, 8 Tage mit Pascal über die Alpen zu laufen, ohne dass wir uns vorher einmal gesehen haben!  

Vorstellung neues Teammitglied Pascal

Puh, das waren ganz schön spannende Tage für mich! Als ich die Nachricht von Katrin erhielt, war ich gerade auf dem Weg hinauf zur Zugspitze. Die Tour hat für mich schon Tradition, einmal im Jahr bin ich dort. Dieses Mal sollte es eine Art kleiner Ersatz für den TAR sein, denn ich war bis vor wenigen Wochen schon einmal dafür angemeldet. Aber vielleicht der Reihe nach.

Ich war eigentlich nie ein ambitionierter Läufer. Als Jugendlicher habe ich gekickt, die Laufeinheiten in der Vorbereitung waren the worst! Ein wenig geändert hat sich das erst mit Ende 20. Weil neben dem Job nicht viel Zeit für feste Trainingszeiten blieb, habe ich die Laufschuhe wiederentdeckt. Regelmäßig war damals aber nix. Mal ein paar Einheiten, auch mal ein Halbmarathon. Dann wieder ein halbes Jahr Pause.

Etwa zur gleichen Zeit begann meine Liebe für die Berge zu wachsen. Gemeinsam mit meiner damaligen Freundin und heutigen Frau hat es mich immer häufiger dorthin gezogen. 2016 haben wir schließlich die Alpen überquert. Ganz klassisch auf der Wander-Route von Oberstdorf nach Meran. Und es hat sooooo viel Spaß gemacht! 2017 habe ich beim Halbmarathon am Aletsch-Gletscher auch die ersten Trail-Erfahrungen gesammelt. 

Dann rückten aber erst einmal andere Dinge in den Vordergrund. 2018 kam unsere erste Tochter auf die Welt, 2020 folgte die zweite. Meine kleine Familie ist natürlich weiter im Vordergrund und wird es immer bleiben. Trotzdem spürte ich Ende 2019 wieder einmal die Anziehungskraft der Berge. Über Instagram erfuhr ich zum ersten Mal vom TAR – und die Faszination ließ mich nicht mehr los. Da wollte ich dabei sein!

Ich wusste, dass der Zeitpunkt nicht günstig war. Ein Baby, eines unterwegs. Wie sollte das mit dem aufwendigen Training klappen? Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt. Anfang 2020 lief das ganz gut. Ich hatte rund um die Geburt meiner Kleinen einige Tage frei – und dann war da plötzlich noch Corona, was einige ungeplante Freiheiten verschaffte. Im Spätsommer wurden meine TAR-Pläne konkreter. Ich hatte einige hundert Trainingskilometer abgespult, begab mich auf die Suche nach anderen Verrückten – und fand gleich drei. Wir meldeten zwei Teams an, suchten Hotels, feilten an Trainingsplänen. Nur die Wettkämpfe fehlten aus Gründen. Der TAR drei Monate vor meinem 40. (oder wie meine Frau sagt: Midlife-Crisis) war zum Greifen nah.

Mit viel Energie lief ich Anfang 2021 zum ersten Mal nach einem Plan. Einem mit sehr großem Umfang! Zugegeben, das funktionierte nicht immer wie gewollt. Früh aufwachende Kids haben beispielsweise den ein oder anderen Lauf in den Sonnenaufgang platzen lassen. Die langen Läufe am Wochenende habe ich größtenteils absolviert. Bis zum Juni. Mit der Zeit hat sich leider rausgestellt, dass es zwischen mir und meinem Laufpartner nicht so richtig passt. Er ist ein klasse Typ! Aber mit völlig anderen Ambitionen.

Er war schon vor dem Trainingsbeginn um einiges schneller. Vermutlich dachte er, dass ich mich schon “ranarbeiten” werde. Und ich, dass er mit meinem Tempo klarkommt. Irgendwann haben wir beschlossen, dass es so keinen Sinn hat. Wir haben jeweils noch einige Tage nach einem neuen Laufpartner gesucht, dann aber den Traum vom TAR aufgegeben – für dieses Jahr!

Ich bin erst einmal in ein Loch gefallen. Die Laufschuhe standen einige Tage im Schrank, habe kleine Blessuren auskuriert. Erst im August bin ich wieder etwas gelaufen. Dann kam die völlig überraschende Nachricht von Katrin! Viel Zeit für eine Entscheidung blieb nun nicht mehr. Ich hatte total Bock, aber es gab natürlich Pros und Contras.

Jetzt bin ich dabei. Sicher nicht in absoluter Bestform. Aber ich traue mir den TAR zu, und ich glaube nach den Gesprächen mit Katrin, dass es läuferisch ganz gut passt. Jetzt will ich das Ding im Team Trampelpfadlauf durchziehen, die Tage genießen und das Beste rausholen. Und Lena: Unbekannterweise auch von mir alles Gute! So kurz vor dem großen Ziel absagen zu müssen, ist sooooo bitter! Aber nach dem Tal kommt immer der Berg. Also Kopf hoch 🙂 Ich hoffe, ich werde ein halbwegs würdiger Vertreter sein…

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