8 Days – 3 Countries – 2 Runners – 1 Dream. Genau so lautet unser Vorhaben für das Jahr 2021, denn wir, Lena und Katrin,  haben uns für den Transalpine Run 2021 angemeldet und dürfen – wenn hoffentlich alles gut geht – am 04. September 2021 als Team TRAMPELPFADLAUF im Kleinwalsertal an den Start gehen. Insgesamt gilt es innerhalb von 8 Tage 264 Kilometer und 16.129 Höhenmeter zu überwinden und so am 11.09.2021 in Sulden am Ortler ins Ziel einzulaufen.

Blog Nr. 5: Kleinwalsertal & Pitz Alpin Glacier Trail

Trampelpfadtage im Kleinwalsertal

Ein wichtiger Baustein unserer Vorbereitung waren auf jeden Fall die Trampelpfadtage im Kleinwalsertal. Also das Camp, bei dem wir, Lena und Katrin, uns 2018 kennengelernt haben. Mittlerweile sind wir beide schon Stammgäste und freuen uns riesig, die Jungs und Mädels von Trampelpfadlauf und die anderen Teilnehmer wiederzusehen.

Wie immer war es super und wir konnten in den drei Tagen auf verschiedenen Touren einige Kilometer und Höhenmeter sammeln und gemeinsam den Tag bei bester Verpflegung durch Holger, Ina und das ganze Team ausklingen lassen. Wie immer mega spitze organisiert und alles, was man tun muss ist laufen, essen, schlafen und quatschen 🙂 Wer hier noch nicht dabei war und bisschen durch die Berge flitzen möchte, sollte sich unbedingt einen Platz für eines der nächsten Camps sichern.

Katrin’s finaler Test beim Pitz Alpin Glacier Trail

Für Katrin stand am 7. August 2021 noch ein großes Ereignis bevor. Der Pitz Alpine Glacier Trail mit 48 km und 2900 Höhenmetern. Das bedeutete die längste Strecke mit den meisten Höhenmetern, die ich jemals gelaufen bin.

Start war um 5 Uhr morgens in Mandarfen. Also um 3:15 aufstehen, um pünktlich mit den anderen an der Startlinie zu stehen. Normalerweise gar nicht meine Uhrzeit! Aber was macht man nicht freiwillig alles für das große Ziel den Transalpine Run 2021.

Und es hat sich sowas von gelohnt (ja Holger, Sebastian, Björn – ihr habt total recht). Es ist herrlich, in den Sonnenaufgang zu laufen und vor allem, dabei oben vom Berg runter ins Tal zu blicken. Die ersten Meter hat mein Körper sich zwar ordentlich beschwert, was mir einfällt, um diese Uhrzeit unterwegs zu sein. Aber nach gemütlichem”in-Reih-und-Glied-den-Berg-Hochstapfen kam ich langsam in Schwung.

Nach ca.  6 km und 1300 Höhenmetern beim höchsten Punkt des Rennens, dem Mittagskogl auf 3159 m, wurde man frenetisch von den Streckenbetreuern angefeuert und das nächste Ziel die Gletscherüberquerung war nicht mehr weit entfernt. Beim Gletscher angekommen, hieß es erstmal, die verpflichtenden Spikes überziehen, um dann ohne Probleme über den Gletscher laufen zu können. Wirklich eine tolle Erfahrung!

Von da an ging es über die Braunschweiger Hütte und einen technischen Downhill zurück ins Ziel nach Mandarfen. Einmal frisch machen, aufs Klo gehen und ab in die zweite Runde hoch zum wunderschönen Rifflsee.

Den Anstieg habe ich ohne Probleme bewältigt und oben am See angekommen,  hatte ich das Gefühl ich könnte mal bisschen Gas geben, schließlich waren ja bereits die meisten Höhenmeter geschafft und ich habe mich sehr gut gefühlt.

Also ging’s los und ich habe tatsächlich einige Mitläufer überholen können, habe mich gefreut, meine Freundin Lisa zu treffen, die auch beim TAR startet und auf dem 30-km-Kurs unterwegs war, und bald war auch das Tal in Sicht, in dem es zurück nach Mandarfen ins Ziel gehen sollte.

Ab Kilometer 35 wurden die Beine aber dann doch schwerer und irgendwie kam diese Abzweigung ins Tal nicht. Stattdessen kam nochmals ein ordentlicher Anstieg mit Seilversicherung. Beim TAR werde ich mir die Strecken wohl vorher mal genauer anschauen 🙂

Schließlich ging es dann aber doch hinab ins Tal und die letzten 7 km auf einer breiten Forststrasse Richtung Ziel. Da wollten die Beine dann doch wieder ein bisschen schneller machen und ich kam schließlich überglücklich nach 9:47 h als 13. Frau im Ziel in Mandarfen an. Übrigens wurde das Rennen insgesamt von den schwedischen Zwillingen Lina und Sanna El Kott Hellender gewonnen. Schwedische Frauen-Power finde ich klasse.

Das war eine super schöne Erfahrung, mega tolle Strecke und super Event drum herum und gibt mir mehr Zuversicht für den TAR! Die Pitz Alpine Trails kann ich wirklich jedem empfehlen!

Beim TAR warten ähnliche Strecken auf uns, vielleicht ein bisschen weniger technisch als die erste Runde und mit ein paar weniger Höhenmetern. Aber mal sehen. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt riesig drauf, bin froh, dass ich meinen finalen Test gut überstanden habe und kann es kaum erwarten, bei dem TAR im Team Trampelpfadlauf an den Start zu gehen!

Für mich geht es jetzt noch ein paar Tage nach Meran. Vielleicht auch noch mit dem ein oder anderen Trail und dann heißt es ein wenig “tapern” und los geht’s  am 4. September in Mittelberg im Kleinwalsertal!

Wir halten Euch auf dem Laufenden! Drückt uns die Daumen.

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